Der Pfadfinder-Markt
Jurten mitten in Eisenachs „guter Stube“
Großes Problem : Die Jurten dürfen nicht mit Heringen befestigt werden, da sonst der Asphalt unter den Basaltsteinen beschädigt wird. Die Organisatoren vom Woodbadge- Arbeitskreis unter Bernhard Blums rotkäppchenbedeckter Leitung lösten das Problem hervorragend. Absperrungsgittergewichte werden sogar bei Regen und gelegentlichem Wind mit ihrem Gewicht die Jurten aufrechthalten.
Darin stellen sich die Bünde des DPV, der Verband selbst und andere Pfadfinderinstitutionen in ihrer Tätigkeit vor. Die Altpfadfinder des VDAPG haben auf dem alten Marktplatz ihr „AaahPeeGee - Kaffee“ aufgebaut, das sich an den triple-X Tagen als wert voller Treffpunkt für Einheimische und Pfadfinder/Pfadfinderinnen aus allen Teilen Deutschlands erweist. Die Coburger „Weißen Eulen“ sorgen hier ganz toll als Wirtinnen und Wirte für das leibliche Wohl und die offene und freundliche Atmosphäre. Die Bundesvorsitzende des BdP, Ika Holler, finden wir hier hier mit ihrem Vorgänger Manfred Jiritschka aus Hamburg ebenso, wie Ulrich und Penny Frenzel sowie Takko und kd (Klaus Dieter Dahms) vom DPB aus Berlin in Gesprächen mit einander und mit Eisenacher Bürgerinnen und Bürgern.
Direkt daneben befindet sich die Informationsjurte
des VDAPG. wo VDAPG-Vorsitzender Herbert Krisam und Geschäftsführer Manne Bosse,
sowie Renate Benz (Troll) und Ingo Ernst aus Hamburg in voller Aktion sind.
Sie informieren junge und ältere Besucher umfassend und mit interessantem Material
über die Altpfadfinder als Teil der Pfadfinderbewegung, die Mitgliedsgilden
aus allen Bünden vereinen.Am nebenliegenden blaugelben Stand sind die köstlichen Crepes der „Raubvögel“ aus Adelsdorf ein etwas ungewöhnlicher Anziehungspunkt für hungrige Pfadfinder und andere.
Daran schließt sich die „Info-Jurte“ des DPV als Auskünfteort über triple-X an, kombiniert mit dem Verkauf von T-Shirts, Ersttagsbriefen, Postkarten und Abzeichen. Bücher und Schriften, Dokumentationen und Informationen sind hier ebenfalls zu haben, darunter auch die speziell für triple-X zusammengestellte Broschüre mit allen Aktivitäten des DPV „ 30 Jahre Deutscher Pfadfinderverband“ von Hansdieter Wittke.
Die „Pfadfinder- Geschichtswerkstatt“ der Vereinigung
Deutsches Pfadfindermuseum e.V. (PM) erregt mit ihrer neuen Wanderausstellung
in weißer Hochjurte geradezu sensationelle Aufmerksamkeit bei jung und alt.
Pfadfinder und Nichtpfadfinder besuchen sie in großer Anzahl. Die Entwicklung
der deutschen Pfadfinderbewegung wird hier durch Darstellungen auf vielen Schauwänden
und mit seltenen Ausstellungsstücken in Schaukästen interessant dargestellt.
Museums-Chef Burkhard Hinz vom BdP Leverkusen ist von dieser Premiere bei einem
pfadfinderischen Großereignis und dem tollen Echo begeistert. Viele Aussenstehende
haben hier ein Bild der Pfadfinder bekommen, ehemalige Pfadfinder aus der früheren
DDR erinnern sich ihrer Pfadfinderzeit und freuen sich über die vielen Bilder
und die jungen Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Diese mobile Ausstellung soll
allen Bünden zur Verfügung stehen.Nahebei hat der Pfadfinder Hilfsfond (PHF) seine Jurte stehen und informiert mittels solider Plakatständer über seine Aufgaben, besonders aber über den von ihm ausgeschriebenen „Robert-Baden-Powell-Preis, den Gruppen erhalten werden, die heute nach den Grundsätzen der Pfadfinderbewegung erfolgreich tätig sind.
Hier läuft die von Hartmut Bockemühl erstellte aussergewöhnliche Internet-Darstellung der Projekte des PHF in einer Power-Point Präsentation. Bisher einmalig bei einem Pfadfindertreffen ist, dass die Bilder von triple-X Minuten nach ihrer Aufnahme auf der Leinwand zu sehen sind. Dieses Phänomen digitaler Technik wird bestaunt und ist moderner Akzent in traditioneller Umgebung.
Den meisten Zuspruch haben jedoch die beiden praktischen
Werkstätten des PHF.Dort gießen Kinder und Erwachsene mit Freddy Blei in eine Silikonform und können gleich die selbsthergestellte DPV-Lilie mit nach Hause nehmen. Klaus Apelt macht seine Linoldrucke des neuen PHF-Zeichens auf Halstücher und andere Stoffe. Viele interessante Gespräche entstehen gerade durch dieses gemeinsame Tun. Wilfried spricht Vorübergehende gezielt auf ihre Meinung von den Pfadfindern an, wobei das Projekt „Erziehung“ des Pfadfinder Hilfsfonds mit den spannenden Umfrageergebnissen eine große Rolle spielt.
In der Jurtenburg des Sinnesgartens vom PB Horizonte kann unter der Leitung von Juliane Lemcke der Tast- oder Geruchssinn erprobt, leiser Musik gelauscht oder einfach ausgeruht werden, während in den benachbarten Jurten die Bünde sich als großes Räderwerk oder mit ihren Fahrten und anderen Schwerpunkten in unterschiedlichster Form bewegt darstellen. Die Geschichte des Deutschen Pfadfinderverbandes in eigenen Bildern stellt Hansdieter Wittke weiter vorn vor. Hier können sich junge und alte Pfadfinder bei Höhepunkten des Verbandslebens wiedersehen (manchesmal bedeutend jünger als heute). Der DPV in Arbeitskreisen oder bei musischen Treffen, bei internationalen Kontakten oder Einigungsverhandlungen mit dem BdP ersteht anhand der Bilder über drei Jahrzehnte hinweg. Paul Weiß, ehemaliger Bundesführer, aktiv beteiligt an der Entwicklung und besonders interessiert an der Pfadfindergeschichte, erklärt hier die Entwicklung dieses unabhängigen Dachverbandes einer Menge DPVern und Besuchern aus Eisenach und Touristen.
Der Stand des Deutschen Pfadfinderverbandes
auf den Jugendhilfetagen und die Darstellung der Woodbadge-Ausbildung im Verband
runden das vielfältige Bild der Pfadfinder ab, das hier auf dem historischen
Marktplatz in Eisenach in der Jurtenlandschaft zu erleben ist. Angeregt und verantwortlich durchgeführt ist diese Darstellung der Pfadfinder vom Arbeitskreis Woodbadge des DPV. Dieser „Pfadfindermarkt“ wurde von den Pfadfinderinnen und Pfadfindern genauso gut angenommen wie von Erwachsenen und Kindern. Er stellte einen unbedingt notwendigen Kontrast zu den anderen Programmen in den Räumen der Stadt dar. Ohne dieses pfadfinderische Zentrum wäre triple–X unvollständig und für die Menschen nicht wahrnehmbar gewesen.
Dies die einhellige Meinung aller Besucher.
Hansdieter Wittke.