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Pfadfinder Hilfsfond e.V.

Der Pfadfinderidee verpflichtet, fördert er die Pfadfinder

Geburtstagsfete/ Geburtstagsfeier in der größten Halle Eisenachs

So war sie noch nie, die Werner Assmann Halle. Normalerweise spielen hier die  Handballer vor einem begeisterten Publikum. Nun ist alles ausgeschlagen mit schwarzen Zeltplanen, bunt und mit einem großen Maibaum geschmückt. Immer mehr Pfadfinder sitzen auf dem Boden. Eine Menge Freunde und Besucher haben Platz genommen. Wieder erklingt das Lied von triple-X. Als es verklungen ist, würdigt Oliver Schumacher das Ereignis, dessentwegen Eisenach zur Pfadfinderstadt umfunktioniert wurde. Die Reihe der vertretenen Bünde wird begrüßt.

In einer moderierten Bilderschau passieren die großen Ereignisse aus den drei Jahrzehnten unseres Verbandes Revue. Alte Hasen erinnern sich des Eifellagers 1974 bei Schmidtheim, wo erstmals über 2000 Pfadis aus dem DPV zusammen sind. CAVALCADE 1978 bei Eschwege mit noch stärkerer Beteiligung und vielen Höhepunkten unterhalb der Blauen Kuppe, die mitternächtlicher Treffpunkt war, ist in der Erinnerung präsent. Noch mehr hatten am „HISTORISCHEN ZUG“ nach Bad Karlshafen teilgenommen, der zweifellos das herausragendste Ereignis der zurückliegenden Zeit war. DOMINO 1986, wegen Tschernobyl in 1987, WASGONIA in der Pfalz und SPOTKANIE in Polen bildeten die lange Reihe besonderer Schwerpunkte. Die vom DPV gestalteten Pfadfindertage mit Umweltthemen und zu Fragen der Freundschaft mit den bei uns lebenden Ausländern gehörten zudem in diese Rückschau. Persönliche Worte zum ihrem DPV-Verständnis von Andreas Dill und Jana Nahlik machen nachdenklich. Vielfältig und zumeist zukunftsorientiert sind die „Lauffeuer“, Zusprüche aus allen Saalecken, die die künftige Entwicklung des DPV im Blick haben. Der langjährige Vorsitzende Hansdieter Wittke beleuchtet die Entwicklung, Voraussetzungen und Aspekte der möglichen Zukunft des Deutschen Pfadfinderverbandes aus seiner Sicht.

Bewegung in diesen etwas formell wirkenden Teil bringen die Vorführungen des Jazztanz-Kreises, die gekonnten Vorträge des Chores, die hier im Rahmen von Workshops erarbeitet worden sind.

Hochoffiziell wird es, als in diesem Rahmen der Orden Mérite Europeen verliehen wird. Jörg Krautmacher, ehemaliger Bundesführer des Bundes Europäischer Pfadfinder und früheres Vorstandsmitglied, erhält ihn – nach einer ausführlichen Laudatio durch den ehemaligen Vorsitzenden Michael Krügermeyer-Kalthoff – aus den Händen von Herrn Gebel, stellvertretender Vorsitzender des Organisationskreises Deutschland dieses Ordens. Herr Gebel stellt die Bedeutung dieser Auszeichnung gerade für einen Pfadfinder umfassend heraus und würdigt die Verdienste von Jörg.

Verständlich, dass nach so viel bedeutsamen und ernsthaften Punkten das nun aufgefahrene große Buffet ein nicht nur nahrhafter, sondern auch kulinarischer Höhepunkt ist, der die mehr als 1200 Gäste in Bewegung bringt. Die Vielfalt zu beschreiben ist kaum möglich – es ist einfach super.

Dass der Maibaum nicht nur ein Symbol in diesem Kreis war, beweisen die noch bis in die Morgenstunden in-den-Mai-tanzenden Pfadfinderinnen und Pfadfinder.

Übereinstimmendes Urteil: ein unübliches und auch deswegen faszinierendes Ereignis. Nur über die Menge der offenbar unvermeidlichen Reden gab es unterschiedliche Meinungen.